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Mecklenburg-Vorpommern Demonstranten fordern Ende der Waffenlieferungen

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Schwerin (dpa/mv) - Der bundesweite Aufruf der Friedensbewegung zu einem Aktionstag gegen den Krieg in der Ukraine und für Abrüstung hat am Samstag in Schwerin bei regnerischem Wetter nur verhaltene Resonanz gefunden. Angemeldet waren 200 Teilnehmer, die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf dem Marktplatz der Stadt auf unter 100. Sie forderten ein Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine und die Aufnahme von Friedensverhandlungen zur Beendigung des seit Mitte Februar andauernden russischen Angriffskrieges.

Ulrich Leonhardt als Initiator der Schweriner Protestaktion räumte ein, dass sich mit der Annexion mehrerer Gebiete in der Ostukraine durch Russland die Bedingungen für eine Wiederaufnahme der Gespräche verschlechtert hätten. Doch könne ein Ende des Krieges nur über Verhandlungen eingeleitet werden. Kritik übte er am Agieren der Bundesregierung. "Seit dem Anschluss der Krim an Russland 2014 führt auch Deutschland einen Wirtschaftskrieg gegen Russland, Präsident Wladimir Putin hat den Krieg mit dem Einmarsch in die Ukraine eskalieren lassen", sagte Leonhardt, in Schwerin Mitbegründer der linken Bewegung "Aufstehen".

Die friedenspolitischen Netzwerke "Kooperation für den Frieden" und "Bundesausschuss Friedensratschlag" hatten für Samstag zu einem dezentralen Aktionstag aufgerufen. Demonstrationen sollte es unter anderem in Großstädten wie Berlin, Stuttgart, Hamburg und Frankfurt geben. Kritiker hatten bemängelt, dass im Aufruf Russland nicht klar als Angreifer benannt wurde.

Quelle: dpa

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