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Mecklenburg-Vorpommern Der Herbst in MV: Warm, trocken, wenig Sonne

Herbstlich gefärbte Laubblätter liegen auf dem Boden. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

(Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Offenbach/Rostock (dpa/mv) - Der sogenannte meteorologische Herbst in Mecklenburg-Vorpommern war wie in ganz Deutschland deutlich wärmer als im vieljährigen Mittel, der Referenzperiode von 1961 bis 1990. So erreichte der Nordosten eine Durchschnittstemperatur von 11 Grad, das Mittel liegt bei 9 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag in Offenbach in seiner vorläufigen Bilanz mitteilte. Mit einer Niederschlagsmenge von etwa 125 Liter pro Quadratmeter und damit 20 Liter weniger war Mecklenburg-Vorpommern das zweittrockenste Bundesland. Auch mit der Sonne geizte der Herbst in Mecklenburg-Vorpommern. Mit mehr als 330 Sonnenstunden gab es zwar 18 Stunden mehr als in der Referenzperiode, dennoch war der Nordosten auch das zweitsonnenscheinärmste Bundesland.

Unter dem meteorologischen Herbst verstehen die DWD-Experten die Monate September, Oktober und November, in Abweichung zum kalendarischen Herbst. Dieser begann am 22. September und dauert bis 21. Dezember. So seien für die Meterologen die Berechnungen einfacher, sagte Wetterdienst-Sprecher Andreas Friedrich. Auch sei im Dezember Winterwetter eher typisch als Herbstwetter und passe damit weniger in die meteorologische Jahreszeit Herbst.

Bundesweit war dieser Herbst mit einer Durchschnittstemperatur von 10,3 Grad bislang der viertwärmste in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Damit verzeichneten nur das Jahr 2006 mit 12 Grad Mittelwert, 2012 mit einem Durchschnitt von 11,1 Grad und 1982 mit 10,4 Grad in den Monaten September, Oktober und November einen wärmeren Herbst.

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