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Mecklenburg-Vorpommern "Die Mauer muss weg": Theaterabend zu Mauerfall-Auswirkungen

Das Große Haus des Landestheaters Neustrelitz. Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild

(Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild)

Neustrelitz (dpa/mv) - Die Auswirkungen des Mauerfalls auf die Theater in Ostdeutschland und die Gesellschaft werden zum 30. Jahrestag in Neustrelitz beleuchtet. Geplant ist am 2. und 3. November ein spartenübergreifenden Theaterabend mit Buchdiskussion und Filmen, wie eine Sprecherin der Theater und Orchester GmbH am Mittwoch erklärte. Das Motto eines Stückes von Philharmonie, Schauspielern, Tänzern und Sängern laute "Die Mauer muss weg." Es gehe um Heimat, Identität und Offenheit in einer sich verändernden Welt.

So wird Torben Ibs das Buch "Aufbrüche und Umbrüche" vorstellen, in dem er die Ost-Theaterentwicklung von 1989 bis 1995 untersucht hat, und in dem auch Neustrelitz eine Rolle spielt. Zudem wird Autorin Tatjana Böhme-Mehnert erwartet, die über ihr Buch "Warten auf den Vater" spricht. Ihr Vater hatte ab 1978 als Dramaturg am Neustrelitzer Theater und später im Ostteil Berlins gearbeitet und galt als Mitbegründer der DDR-SPD, deren Vorsitzender er 1990 war. Böhme wurde im März 1990 als Stasi-Informant enttarnt und später aus der SPD ausgeschlossen. Nach seinem Tod wurde er in Neustrelitz beigesetzt.

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