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Zwei infizierte Wildschweine EU-Beobachter für Afrikanische Schweinepest in Polen

Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

(Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild)

Die EU-Kommission will sich mit Hilfe des FLI einen Überblick über die aktuelle Afrikanische Schweinepest in Westpolen verschaffen. Ein Wissenschaftler des Greifswalder Instituts will sich am Fundort der 20 Kadaver umschauen.

Greifswald (dpa/mv) - Nach dem jüngsten Fall der Afrikanischen Schweinepest in Polen will sich die EU-Kommission einen Überblick über die Situation verschaffen. Ein Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) reist am Mittwoch nach Westpolen, wo seit Ende vergangener Woche mindestens zwei tote, mit ASP infizierte Wildschweine gefunden wurden, wie das Bundesforschungsinstitut auf der Insel Riems bei Greifswald am Dienstag mitteile.

An der Risikoeinschätzung ändert sich dem Institutspräsidenten Thomas Mettenleiter zufolge auch nach der bekanntgewordenen Ausweitung des Falles nichts. Der Ausbruch in Polen sei nicht dichter an der Grenze zu Deutschland als 2018 der Ausbruch in Belgien. Dort sei vor Ablauf eines Jahres ein weiterer Fall bekanntgeworden, so dass Belgien den Status "seuchenfrei" noch nicht wiedererlangt hat. Das sei bisher nur Tschechien gelungen.

In Westpolen, etwa 80 Kilometer von der Grenze zu Brandenburg entfernt, waren nach Angaben polnischer Behörden bei einer Suche am Wochenende 20 tote Wildschweine gefunden worden. Bei einem wurde die ASP bereits festgestellt. In der vorigen Woche war die Seuche schon bei einem überfahrenen Wildschwein nachgewiesen worden.

Am 28. und 29. November werden 180 Experten der Tierseuchendiagnostik aus ganz Deutschland zu den Riemser Diagnostiktagen in Greifswald erwartet. Das Institut für Virusdiagnostik des FLI will die Fachleute auf die nächsten Ausbrüche von Tierseuchen vorbereiten. Die Tagung sei ausgebucht, teilte das FLI mit. Angesichts der Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest und das häufigere Vorkommen des West-Nil-Virus soll erörtert werden, was im Falle eines Ausbruchs auf die zuständigen Stellen der Bundesländer und das FLI zukommt.

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