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Mecklenburg-Vorpommern Ehefrau erstickt: Landgericht will Prozess abschließen

Das Justizzentrum Neubrandenburg mit Landgericht.

(Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/)

Nach einer Explosion im Dezember 2021 finden Helfer in einem Haus in Priborn eine tote Frau. Später wird klar, dass sie schon vorher tot war. Nun steht ihr Mann vor Gericht, das Verfahren könnte am Dienstag zu Ende gehen.

Neubrandenburg (dpa/mv) - Am Landgericht Neubrandenburg wird heute (10.00 Uhr) der Prozess wegen Totschlags gegen einen Mann aus Priborn (Mecklenburgische Seenplatte) fortgesetzt. Die Kammer will - nicht öffentlich - zuerst zwei Gutachter zu dem Fall hören. Danach sollen die Plädoyers gehalten und, wenn möglich, das Verfahren auch abgeschlossen werden. Das sei aber nicht sicher, wie eine Gerichtssprecherin im Vorfeld sagte.

Der Vorfall ereignete sich im Dezember 2021 im Einfamilienhaus des Paares. Der Ex-Handwerker soll seine 65 Jahre alte Frau laut Anklage im Schlafzimmer erstickt haben. Anschließend habe er sich ins Bett neben sie gelegt und mit einer Kerze eine Gasflasche zur Explosion gebracht. Ein Fenster wurde herausgerissen. Der Mann erlitt schwere Verbrennungen, überlebte aber. Nach einem längeren Klinikaufenthalt kam er in U-Haft.

Da im Prozess auch eine dauerhafte Einweisung des Angeklagten in ein Psychiatrie-Krankenhaus diskutiert wird, war die Öffentlichkeit kurz nach Beginn ausgeschlossen worden. Das Urteil soll öffentlich verkündet werden. Das Motiv für den gewaltsamen Tod der Frau war laut Staatsanwaltschaft bis zuletzt unklar und sollte im Verfahren geklärt werden.

Quelle: dpa

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