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Mecklenburg-Vorpommern Eine Woche lang Tempo 10 auf Autobahn 20 bei Tribsees

An der Baustelle der abgesackten Ostseeautobahn rollt der Verkehr über die Behelfsbrücke. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

(Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa)

Autofahrer auf der A20 mussten sich seit Herbst 2017 an vieles gewöhnen. Das spektakuläre Autobahnloch bei Tribsees sorgte erst für einen langen Umweg, dann für eine Tempodrosselung wegen der Behelfsbrücke und oft für lange Staus. Jetzt wird es eine Woche lang ganz langsam.

Tribsees (dpa/mv) - Zusätzliche Entschleunigung auf der A20 bei Tribsees auf Tempo 10: Die Autofahrer zwischen Tribsees und Bad Sülze müssen noch bis Ende dieser Woche im Bereich der Großbaustelle mit einer weiteren Behinderung des Verkehrsflusses rechnen. Wie die Autobahn GmbH am Montag berichtete, hatte sich am Freitag auf der Behelfsbrücke ein Blech gelöst. Im Rahmen einer Vollsperrung war dieser Mangel provisorisch behoben worden.

Bis zur Ablösung des Provisoriums durch Gussasphalt wurde nun für einen kurzen Abschnitt eine Höchstgeschwindigkeit von 10 Kilometer pro Stunde angeordnet. "Danach soll wieder eine Befahrbarkeit mit 60 Kilometer pro Stunde möglich sein", sagte eine Sprecherin. Zunächst hatte der "Nordkurier" berichtet.

Die A20 war im Herbst 2017 bei Tribsees abgesackt und eingebrochen. Bilder des spektakulären Autobahnlochs gingen um die Welt. Über die Ursache des Zusammenbruchs besteht noch keine endgültige Klarheit. Seit Dezember 2018 rollt der Verkehr über eine Behelfsbrücke.

Früheren Angaben zufolge soll ab Ende 2021 die Fahrbahn Richtung Rostock mit provisorischen vier Fahrbahnen fertig sein. Dann kann der gesamte Verkehr bis Ende 2023 auf dieser Seite darüber rollen, bis die A20 komplett repariert ist, also auch die Gegenrichtung. Insgesamt 180 Millionen Euro sollen dann ausgegeben sein.

© dpa-infocom, dpa:210301-99-640445/5

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