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Mecklenburg-Vorpommern Erinnern an erste "Demo" 1989

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Waren (dpa/mv) - Mit Zeitzeugengesprächen, einem Gottesdienst und einer Festveranstaltung wird am Mittwoch an den Protest gegen die DDR-Machthaber vor 30 Jahren erinnert. Anlass ist die erste friedliche Demonstration auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommern, die am 16. Oktober in Waren an der Müritz stattfand. Dort hatten sich unter Führung von Pastor Hans-Henning Harder (1930-2009) Menschen in der St.-Georgenkirche versammelt und waren nach einer Andacht von der Staatssicherheit der DDR beobachtet mit Kerzen durch die Stadt gezogen. Kurz danach folgten unter dem Motto "Keine Gewalt" Demonstrationen in Rostock, wo der spätere Bundespräsident Joachim Gauck zu den Anmeldern gehörte, sowie Greifswald, Neubrandenburg und vielen anderen Städten.

Zur Festveranstaltung am Mittwoch gehören unter anderem ein  Gottesdienst in der Georgenkirche mit Kristina Kühnbaum-Schmidt, der Landesbischöfin der Nordkirche, und dem katholischen Erzbischof Heiner Koch aus Berlin. Dort wird auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erwartet. Dann soll der Weg des Protestes von 1989 zur Marienkirche in der Altstadt noch einmal gegangen werden. Dort werden der ehemalige Bürgerrechtler und letzte DDR-Außenminister Markus Meckel und die Ministerpräsidentin reden. Auch andere Städte planen Erinnerungsveranstaltungen an den Herbst 1989.

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