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Mecklenburg-Vorpommern Ermittlungen nach Steinwurf auf Wohnhaus von Bürgermeister

An der Tür von einem Streifenwagen steht der Schriftzug

(Foto: David Inderlied/dpa/Illustration)

Wolgast (dpa/mv) - In Wolgast (Vorpommern-Greifswald) sind Steine auf das Wohnhaus von Bürgermeister Stefan Weigler (CDU) geworfen worden. Wie ein Polizeisprecher am Samstag erklärte, ereignete sich der Vorfall am Freitagabend. Die Bewohner vernahmen erst einen Knall, danach knallte es erneut und eine Fensterscheibe mit Doppelverglasung ging zu Bruch. Verletzt wurde niemand. Die Hintergründe des Vorfalls seien noch unklar.

Die Würfe von Unbekannten sollen von einer Hausseite gekommen sein, die an einer Bahnstrecke liegt. Die Polizei ermittelt bisher wegen Verdachts der Sachbeschädigung. Es werde zudem geprüft, ob das Ganze eine private oder eine dienstliche Ursache habe, hieß es. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" darüber berichtet.

Wolgast gilt seit Jahren als Hochburg für Proteste, zuletzt demonstrierten meist zwischen 1000 und 2000 Teilnehmer mittwochs gegen die Corona-Politik. Weigler hatte zuletzt Verständnis für Demonstrationen geäußert. Aber nicht zu dulden seien Drohungen, Beschimpfungen, Beleidigungen oder Straftaten, sagte der Bürgermeister. In einem Offenen Brief hatte er sich schon im Dezember besorgt darüber gezeigt, dass Enttäuschungen und Wut in Hass und Hetze umschlagen. Dass in Wolgast mittwochs, und nicht wie andernorts montags, demonstriert wird, führt nach seiner Auffassung zu "Demonstrationstourismus".

Quelle: dpa

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