Regionalnachrichten

Mecklenburg-Vorpommern Experiment Online-ITB: Tourismus mit großem Paket vertreten

Tobias Woitendorf, aufgenommen auf einer Pressekonferenz. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

(Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa)

Die Internationale Tourismusbörse ITB in Berlin war in den vergangenen Jahrzehnten für die Verbände traditionell der Startschuss in die Urlaubssaison. 2020 fiel sie wegen der Pandemie komplett aus, in diesem Jahr ist sie online wieder da.

Rostock/Berlin (dpa/mv) - Am kommenden Dienstag startet die Internationale Tourismusbörse ITB in einem reinen Online-Format. "Es ist ein Experiment für alle Beteiligten", sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, der Deutschen Presse-Agentur. Die "ITB Berlin NOW", wie das Format in diesem Jahr heißt, sei der Pionier für die digitale Austragung einer weltweit agierenden Messe in dieser Größenordnung.

In den Vorjahren trafen sich in Berlin stets rund 10 000 Aussteller aus knapp 200 Ländern, mehr als 100 000 Fach- und 50 000 Privatbesucher kamen auf das riesige Gelände. Privatbesucher gibt es dieses Jahr gar nicht, rund 3500 Aussteller aus 120 Ländern haben sich angemeldet. Die Messe dauert bis Freitag.

Mecklenburg-Vorpommern habe sich sehr schnell entschieden, das größte Paket zu erwerben, das es für Regionen gibt, sagte Woitendorf. "Es ist gerade wegen der Corona-Pandemie wichtig, Flagge zu zeigen." Mit den vier Themen Sicherheit, Nachhaltigkeit, Gesundheitstourismus und Barrierefreiheit präsentiere sich das Land der internationalen touristischen Fachwelt.

Diese Art von digitalem Messestand erlaube dem Verband und den 17 Ausstellern aus dem Land Zugang zu allen Bereichen der digitalen Messe. "Wir können mit den anderen Ausstellern konferieren und Vereinbarungen treffen." Diese Messeform koste rund 25 000 Euro und sei damit wesentlich billiger als die rund 400 000 Euro, die in einem der früheren Jahre für die Messe insgesamt aufgelaufen sind.

"Für uns ist das der Testlauf, ob man mit dieser digitalen Ausführung auch den Brückenschlag in die Zukunft schafft", sagte Woitendorf. Es sei anzunehmen, dass die ITB in der Zukunft in einer Mischung aus digitalen und Präsenz-Elementen ausgetragen wird. Möglicherweise sei daran auch abzulesen, wie Fachmessen künftig insgesamt aussehen werden.

© dpa-infocom, dpa:210306-99-711420/2

Regionales