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Mecklenburg-Vorpommern Fehlende Touristen machen Bäckern zu schaffen

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Schwerin (dpa/mv) - Trotz Systemrelevanz und weiterhin geöffneten Geschäften sehen sich die Bäcker in Mecklenburg-Vorpommern angesichts der Corona-Krise mit Umsatzeinbußen konfrontiert. Besonders hart treffe es Betriebe in touristischen Regionen, Innenstädten und Einkaufszentren, sagte Olaf Jaretzke, stellvertretender Vorsitzender des Landesinnungsverbands des Bäcker- und Konditorenhandwerks Mecklenburg-Vorpommern. Wegen ausbleibender Urlauber, fehlender Laufkundschaft und menschenleeren Innenstädten seien die Umsätze bei diesen Bäckereien eingebrochen. "Bei einigen Kollegen ist die Existenz ernsthaft bedroht", sagte Jaretzke weiter.

Insgesamt müssen die rund 170 Bäckerbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern den Angaben zufolge in der Corona-Krise mit weniger Einnahmen zurechtkommen. "Schätzungsweise sind die Umsätze in der Branche durch die Corona-Krise durchschnittlich um etwa 30 Prozent gesunken", sagte Jaretzke. Am besten ginge es noch Bäckereien auf dem Land und solchen, die mit Verkaufsmobilen unterwegs seien.

Die Kunden seiner Bäckerei würden mit der Situation verantwortungsvoll umgehen und versuchen, sich und andere durch die Einhaltung der Abstandsregeln zu schützen, berichtete Jaretzke. Er habe in seinem Laden einen Desinfektionsspender aufgestellt und Spuckschutze angebracht, um das Infektionsrisiko für Mitarbeiter und Kunden zu minimieren. "Ich hoffe, dass sich die Lage in nächster Zeit soweit entspannt, dass gerade die kleinen Läden in den Innenstädten wieder öffnen können."

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