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Mecklenburg-Vorpommern Firmen im Osten beklagen trotz Corona steigende Steuerlast

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Neubrandenburg (dpa/mv) - Die Unternehmen im Osten Mecklenburg-Vorpommerns beklagen eine wachsende Steuerlast. So wurden die Hebesätze für Gewerbe- und Grundsteuern im ersten Halbjahr 2020 in 90 Kommunen angehoben, wie die IHK in Neubrandenburg am Mittwoch mitteilte. Das sei rund ein Drittel aller Kommunen im Osten des Landes. Die Kammer vertritt die Interessen von rund 25 000 Unternehmen in den Kreisen Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte, die etwa 40 Prozent der Fläche des gesamten Bundeslandes umfassen.

Durch diese Steuererhöhungen ergebe sich eine zusätzliche Belastung für viele Firmen, welche ohnehin mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen hätten. Die größten Anhebungen der Hebesätze für die Gewerbesteuern müssen den Angaben zufolge Unternehmen in Utzedel mit einer Steigerung um 80 Punkte, Schönhausen (66), Stavenhagen (61) und Zirchow auf Usedom (60) hinnehmen.

Die höchsten Gewerbesteuern erheben die Kommunen Jatznick, Torgelow und Wackerow in Vorpommern mit 450 Prozent, vor Neubrandenburg mit 440 und Greifswald mit 425 Prozent. Der für die Berechnung des Finanzausgleichsgesetzes herangezogene Durchschnittsbetrag liege bei der Gewerbesteuer dagegen bei 381 Prozent. Diesen überschritten inzwischen 39 Kommunen, hieß es.

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