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Mecklenburg-Vorpommern Fischaufstieg: Angler wollen punktuell Biberdämme beseitigen

Das Luftbild einer Drohne zeigt einen angestauten Wassergraben mit Biberdamm und Biberburg. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)

Leezen (dpa/mv) - Die Angler in Mecklenburg-Vorpommern wollen punktuell Biberdämme beseitigen, um den Aufstieg wandernder Fische zu sichern. Der Artenschutz einer Tierart dürfe nicht zum Nachteil vieler anderer, unter der Wasseroberfläche lebender Tierarten werden, sagte die Sprecherin des Landesanglerverbandes, Claudia Thürmer, am Dienstag am Sitz des Verbandes in Leezen bei Schwerin. Der Biber ist streng geschützt.

In einigen Bächen staue der Biber das Wasser derart, dass der Fischaufstieg behindert sei, sagte Thürmer. In solchen Fällen wollten die Angler die Biber an andere Orte umsiedeln und ihre Dämme beseitigen. Es handele sich um wenige kleine Bäche, wie die Göwe und den Radebach bei Schwerin. Bei der Landesdelegiertenkonferenz der rund 44 000 Angler in Mecklenburg-Vorpommern am 18. Mai in Linstow (Landkreis Rostock) will der Verband ein Positionspapier an Umweltminister Till Backhaus (SPD) übergeben.

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