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Mecklenburg-Vorpommern Flughafenchefin: Rostock-Laage in schwarze Zahlen bringen

Ein Eurofighter landet in Laage bei Rostock nach einem Übungsflug. Foto: Bodo Marks/dpa/Archivbild

(Foto: Bodo Marks/dpa/Archivbild)

Die Insolvenzen der Fluggesellschaften Germania und Flybmi hatten den Flughafen Rostock-Laage Anfang des Jahres in eine Krise gebracht. Dank der Lufthansa hat sich der Airport erholt, die Flughafen-Chefin Hausmann will den Betrieb nun zukunftsfest machen.

Güstrow (dpa/mv) - Der Flughafen Rostock-Laage soll mit einem dreigliedrigen Geschäftsmodell schwarze Zahlen schreiben. Dies seien das Fluggeschäft, die Vermarktung eigener Flächen und der Ausbau zum Technologiestandort, sagte Geschäftsführerin Dörthe Hausmann am Mittwoch im Güstrower Kreistag. Da das EU-Genehmigungsverfahren für Beihilfen erfolgreich beendet worden sei, bestehe erstmals Planungssicherheit für fünf Jahre.

Der Flughafen mit 181 Mitarbeitern war Anfang 2019 durch die Insolvenzen der Airlines Germania und Flybmi in die Krise geraten. Dank der Überbrückungshilfe des Landes hätten die Monate bis zum Wiederaufbau des Flugverkehrs bewältigt werden können, sagte Hausmann. Es sei gelungen, die Einnahmen zu erhöhen, so dass keine zusätzlichen Beihilfen der Gesellschafter - die Städte Rostock und Laage sowie der Landkreis Rostock - notwendig waren. Pro Jahr wird der Flughafen mit 1,8 Millionen Euro von den Gesellschaftern und mit einer Million Euro vom Land unterstützt.

Derzeit gebe es die Lufthansa-Linie nach München mit zehn wöchentlichen Flügen. Die drei Airlines Lauda, Corendon und FlyEgypt bedienten touristische Verkehre. Es gebe zudem Verhandlungen mit anderen Gesellschaften. Schnelle Lösungen seien aber wegen der Stilllegung der Boeing-737Max-Flotte nicht umsetzbar, betonte Hausmann im Kreistag.

Darüber hinaus sei der Bau von zwei Flugzeughallen mit Bürogebäude und einem dazugehörenden Vorfeld geplant, kündigte sie an. "Wir wollen Erlöse aus Vermietung generieren und durch den Aufbau des Bereichs Flugzeugwartung gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen." Es gebe bereits einen Vorvertrag mit künftigen Mietern.

Unter dem Titel "Innovation Airport" seien Kooperationen mit Herstellern von Airport-Technologie geplant, die getestet und weiterentwickelt werden soll. Es sollten technologiebezogene Arbeitsplätze entstehen, sagte Hausmann. Sie erwähnte auch die Weiterentwicklung des Flughafens zum Luft- und Raumfahrtstandort, dazu werde eine Studie erarbeitet. Mit Blick auf Medienberichte betonte Hausmann, dass in Laage kein Weltraumbahnhof entstehen werde.

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