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Mecklenburg-Vorpommern Frau gefesselt, Familie erpresst: Prozess soll zu Ende gehen

Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild

(Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild)

Neubrandenburg (dpa/mv) - Am Landgericht Neubrandenburg wird am heutigen Dienstag der Prozess gegen zwei junge Männer wegen erpresserischen Menschenraubes fortgesetzt. Die Jugendstrafkammer will erst eine Zeugin hören, dann sind die Plädoyers beider Seiten geplant. Das Landgericht will den Prozess später mit Urteilen abschließen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Duo vor, eine 19-jährige Bekannte im März in die Wohnung des Jüngeren in Neubrandenburg gelockt und gefesselt zu haben, um von deren Familie 15 000 Euro zu erpressen. Zur Geldübergabe kam es aber nicht. Der Vater hatte eine Zahlung am Telefon abgelehnt.

Der 21-jährige Hauptangeklagte hatte die Tat zu Prozessbeginn gestanden. Er habe von der Familie der Studentin Geld erpressen wollen, um seine Kokainsucht zu finanzieren. Dem Mitangeklagten habe er vorgespielt, dass er bedroht wird. Daraufhin hatte der jüngere Angeklagte die 19-Jährige in seine Wohnung gelockt. Dort war die Studentin gefesselt allein zurückgelassen worden. Sie hatte sich befreien und Hilfe holen können.

Alle Beteiligten kennen sich seit der Schulzeit aus der Feldberger Seenlandschaft. Dem 21-Jährigen werden noch zwei andere Erpressungen und eine gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt.

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