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Mecklenburg-Vorpommern "Fridays for Future": Signal in Politik angekommen

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Weltweit geht die Jugend im Rahmen der "Fridays-for-Future"-Bewegung für das Klima auf die Straße. Am Freitag ist der nächste internationale Protesttag geplant.

Boizenburg/Rostock (dpa/mv) - Nach der Demonstration Mitte März für den Klimaschutz ist die "Fridays-for-Future"-Bewegung in MV weiter in Aufbruchsstimmung. "Es sind weitere Ortsgruppen dazugekommen, etwa auf Usedom", sagte die MV-Sprecherin der Bewegung, Carlotta Petersen, der Deutschen Presse-Agentur vor dem für diesen Freitag geplanten Protesttag von Schülern und Studenten. Für Mecklenburg-Vorpommern liegen demnach Demonstrationsanmeldungen aus Rostock, Schwerin, Stralsund, Boizenburg, Ahlbeck und Anklam vor.

"Wir können viel bewirken, wenn wir einfach unsere Meinung äußern", sagte Petersen. Sie zeigte sich sicher, dass das Signal in der Politik angekommen sei. Allerdings müsse auch festgestellt werden, dass das noch keine Handlungen ausgelöst habe. Es sei aber auch nicht zu erwarten gewesen, dass von heute auf morgen etwas geändert werde. Es bestehe aber die Gefahr, dass die Umsetzung der Klimaziele immer weiter verzögert werde. "Da platzt uns ein bisschen der Kragen."

In Mecklenburg-Vorpommern hatten Mitte März Schätzungen zufolge rund 3500 Schüler an der Klima-Demonstration teilgenommen, deutschlandweit seien es in 230 Städten rund 300 000 gewesen. Den "Fridays for Future"-Demonstranten war vorgeworfen worden, dass die Kundgebungen in den Schulzeiten angesetzt waren und es zu Unterrichtsausfällen gekommen sei. Ihr seien jedoch keine Sanktionen seitens der Schulbehörden gegen Schüler bekannt, sagte Petersen.

Im Nordosten hätten sich die Ortsgruppen zu gemeinsamen Aktionen wie Müllsammeln zusammengefunden. Nun müsse das Signal in die Kommunen und Schulen hineingetragen werden. So seien viele Lehrer bereit, die entsprechenden Gedanken in den Unterricht einfließen zu lassen.

Eine wichtige Forderung der Klimaschutzbewegung in MV sei die Veränderung der Mobilität im ländlichen Raum. Mit der Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs wäre es möglich, dass junge Leute nicht mehr von den Eltern gefahren werden müssen. "Es gibt zu wenige Radwege und die Preise der Bahn sind so hoch, dass sich viele das nicht leisten können", zählte Petersen weitere Kritikpunkte auf.

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