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Mecklenburg-Vorpommern Frühe Impfung von Landrat Stefan Kerth: Keine Ermittlungen

Eine Person wird mit dem Wirkstoff gegen Covid-19 geimpft. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

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Stralsund (dpa/mv) - Die Staatsanwaltschaft Stralsund will im Fall des frühzeitig geimpften Landrates Stefan Kerth keine weiteren Ermittlungen vornehmen. Die abgeschlossene Prüfung habe keinen Anfangsverdacht für eine Straftat ergeben, teile die Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf Anfrage mit. Der 47 Jahre alte Landrat von Vorpommern-Rügen war schon am 12. Januar im Impfzentrum in Stralsund geimpft worden. Nach eigenen Angaben war er zur Eröffnung vor Ort gewesen.

Nach Angaben des Landkreises waren zu Dienstschluss des Zentrums noch vier aufgezogene Spritzen vorhanden, die man hätte wegwerfen müssen, weil Impfberechtigte nicht erschienen waren. Eine Dosis hatte demnach Kerth verabreicht bekommen.

Laut Staatsanwaltschaft ist maßgeblich, dass zu dem Zeitpunkt, kurz vor Schluss des ersten Betriebstags des Impfzentrums, keine Personen der ersten Priorisierungsgruppe anwesend waren oder kurzfristig erreicht werden konnten. Nachrückerlisten hätten noch nicht bestanden. "Das Angebot dieses Impfstoffs nicht abgelehnt zu haben, stellt keine rechtswidrige Zueignung im Sinne der Strafvorschrift dar."

© dpa-infocom, dpa:210225-99-593852/2

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