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Mecklenburg-Vorpommern Gewalt gegen Erwachsene und Kinder: Hoher Beratungsbedarf

Ein Mann und eine Frau stehen hinter einem zerbrochenen Teller in einer Küche. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Rostock (dpa/mv) - Die Zahl der Menschen, die 2020 nach Gewalttaten das Beratungs- und Hilfenetz Mecklenburg-Vorpommern aufsuchten, ist unverändert hoch. Wie die Landeskoordinierungsstelle gegen häusliche und sexualisierte Gewalt Cora am Donnerstag in Rostock berichtete, suchten insgesamt 4369 Erwachsene Schutz und Beratung. Das waren 162 weniger als im Jahr 2019. Auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die mit häuslicher oder sexualisierter Gewalt, mit sexueller Ausbeutung oder Zwangsverheiratung konfrontiert waren, ging um 120 Fälle auf 4033 zurück.

Der Rückgang der Fallzahlen bedeute aber nicht, dass es 2020 weniger häusliche Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern gegeben habe. "Denn die polizeiliche Statistik zu der Anzahl von polizeilichen Einsätzen in Fällen häuslicher Gewalt verzeichnet seit mehreren Jahren leicht steigende Zahlen."

Wie Cora weiter berichtete, suchten im vergangenen Jahr 291 Frauen und 306 Kinder Schutz in den Frauenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns. 2019 waren es noch 285 Frauen und 310 Kinder. Dabei hätten die Frauenhäuser wegen der Corona-Pandemie vor besonderen Herausforderungen gestanden. Sie mussten Hygienekonzepte und Quarantänepläne entwickeln, um weiterhin den Schutzraum für Frauen in akuter Notlage bieten zu können.

© dpa-infocom, dpa:210422-99-314178/2

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