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Mecklenburg-Vorpommern Gewerkschaft kritisiert Fischverarbeiter-Schließung

Ein Mitglied der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Waren (dpa/mv) - Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Schließungspläne der Gottfried Friedrichs KG (Hamburg) für das Werk in Waren an der Müritz scharf kritisiert. "Wir werden alles tun, um das zu verhindern" sagte NGG-Geschäftsführer Volker Dahms am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Waren. Es gehe um rund 140 Arbeitsplätze. Waren ist die größte Produktionsstätte des Fischverarbeiters in Deutschland. Nach Angaben des Betriebsrates wurden die Beschäftigten am Donnerstagnachmittag über die Pläne informiert. Zuvor hatten verschiedene Medien über die Entwicklung berichtet.

Bei der Friedrichs KG war in Waren oder in Hamburg zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Laut Betriebsrat und einer Mitteilung der Firma zufolge soll die Produktion in Waren in 15 bis 18 Monaten geschlossen und zu großen Teilen nach Polen in einen anderen Produktionsbetrieb verlagert werden. Hintergrund seien geringere Energie- und Personalkosten. "Die Beschäftigten in Waren haben der "Ersten Hanseatischen Fischmanufaktur" über Jahre eine hohe Qualität gesichert", sagte Dahms. Dies sollte nicht dazu führen, dass diese Frauen und Männer ihre Arbeitsplätze verlieren.

Wenn das so laufe, müsse man das Fördersystem in der EU hinterfragen. Friedrichs hat nach eigenen Angaben rund 390 Mitarbeiter, davon 80 in der Zentrale in Hamburg, 140 in Waren und 170 in Polen. Waren war nach Angaben von Landesagrarminister Till Backhaus (SPD) mit großzügiger Landesförderung ausgebaut worden.

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