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Mecklenburg-Vorpommern Gewerkschaft zu Plänen von Fosen: "Sind sehr gespannt"

Der Bevollmächtige der IG Metall Küste Stralsund-Neubrandenburg, Guido Fröschke.

(Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa)

Stralsund (dpa/mv) - Die Gewerkschaft IG Metall hat sich abwartend zu Plänen für den Bau von Expeditions-Kreuzfahrtschiffe in Stralsund gezeigt. Es handele sich bisher nur um Absichtserklärungen und noch nicht um Verträge, sagte Guido Fröschke, Geschäftsführer der IG Metall Stralsund-Neubrandenburg der Deutschen Presse-Agentur am Montag. "Wir sind da sehr gespannt drauf, wenn das denn konkret wird. Wenn das klappt, ist es gut, dass Arbeit kommt."

Zuvor war bekannt geworden, dass der norwegische Schiffbauer Fosen Yard als Pächter auf dem ehemaligen Gelände der inzwischen insolventen MV-Werften Expeditions-Kreuzfahrtschiffe bauen will.

"Das einzige, was jetzt geht", seien derartige Schiffe, sagte Fröschke mit Blick auf den Bau von Kreuzfahrtschiffen. Es habe seinerzeit auch für mögliche Nachfolger des noch von MV-Werften in Stralsund gebauten Luxus-Expeditionsschiffes "Crystal Endeavor" Gespräche mit Interessenten gegeben. Dabei habe es sich um amerikanische Hotelketten gehandelt, die am Ende aber nicht zugesagt hätten.

"Wir hatten die Fosen-Leute vor drei Wochen im Büro", erinnerte sich Fröschke. Schon damals sei es um entsprechende Pläne gegangen. Fosen habe gesagt, das Unternehmen wolle Verträge vorlegen, sobald diese zur Verfügung stehen. Zur Übernahme der Auszubildenden am Standort oder des zwölfköpfigen Teams, das die Werft warm halte, hätten sich die Norwegen bisher nicht geäußert.

Bis vor kurzem war wenig über die Pläne der Norweger in Stralsund öffentlich bekannt. Zusammen mit der Insolvenz der Werft Fosen Yard Emden hatte das für Verunsicherung gesorgt.

Nach Aussage des Fosen-Chefs Anders Straumsheim ist das Unternehmen aktuell mit mehreren Interessenten im Gespräch. Ziel sei es, bis Herbst Projekte zu sichern. Man plane mit 150 bis zu 250 Mitarbeitern und dem Bau mehrerer Schiffe je Kunde.

Nach der Insolvenz von MV-Werften hatte die Stadt Stralsund das Werftgelände im Frühjahr gekauft, um einen maritimen Gewerbepark zu entwickeln. Neben Fosen sind inzwischen der Metallverarbeitungsbetrieb Ostseestaal und der Windkraftanlagenbauer German Sustainables Pächter.

Quelle: dpa

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