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Mecklenburg-Vorpommern Gießerei Ueckermünde fährt Kapazität zurück

Nach massiven Beschwerden fährt die Gießerei Ueckermünde ihre Kapazitäten wieder zurück. Foto: Martin Schutt/Archivbild

(Foto: Martin Schutt/zb/dpa)

Ueckermünde (dpa/mv) - Nach massiven Beschwerden über Lärm und Staub fährt die Gießerei Ueckermünde (Vorpommern-Greifswald) ihre Kapazitäten wieder zurück und will etwa ein Drittel weniger Mitarbeiter beschäftigen. Betroffen seien etwa 170 bis 200 Zeitarbeiter, deren Verträge derzeit geplant ausliefen, sagte Vize-Bürgermeister Joachim Trikojat (parteilos) am Donnerstag. Die Stammbelegschaft von rund 350 Leuten sei aber nicht betroffen. Das habe ein Vertreter des Ueckermünder Werkes auf einem Bürgerforum erklärt. Die MAT Foundries Europe-Gruppe habe mitgeteilt, die zuletzt aufgebaute dritte Fertigungsstrecke wieder abzubauen.

Bei MAT Foundries Europe war am Donnerstag zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar, man wolle sich frühestens am kommenden Mittwoch äußern, hieß es. Das amerikanische Unternehmen, dass die Gießerei 2010 zusammen mit einer Gießerei in Saarbrücken übernommen hatte, fertigt in großem Stil Bremsteile für die Autoindustrie.

"Der Produktionsausbau, der 2015 begonnen hatte, war wohl nicht erfolgreich", sagte Trikojat. Einwohner und Stadt hatte mehrfach gegen wachsende Verschmutzung durch Flugrost und Staub sowie Lärm protestiert. "Das war vor der Erweiterung nicht so." Nach Angaben der IG Metall gab es technische Probleme mit einer gebraucht gekauften Fertigungsanlage.

Ueckermünde stehe zur Gießerei, die zu der Region gehöre, sagte Trikojat. Man könne als Seebad aber solche Verschmutzungen nicht hinnehmen. Zuvor hatte der Neubrandenburger "Nordkurier" über die Pläne des Unternehmens berichtet.

MAT Holdings hat nach eigenen Angaben den Hauptsitz in Long Grove (US-Bundesstaat Illinois) und mehr als 30 Werke und Niederlassungen in Nordamerika, China, Indien, England, Tschechien, Deutschland, Dänemark und Frankreich.

Bericht Nordkurier

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