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Mecklenburg-Vorpommern Hanseklinikum Stralsund übergibt Tausende DDR-Patientenakten

Vor der Einfahrt zum Krankenhaus hängt der Schriftzug

(Foto: Stefan Sauer/dpa)

Stralsund (dpa/mv) - Das Helios Hanseklinikum Stralsund hat dem Landesarchiv Greifswald fast 10.000 Psychiatrie-Akten aus DDR-Zeiten zur Verfügung gestellt. Die Akten auf knapp 80 Regalmetern umfassen die Zeit von 1953 bis 1984, wie die Klinik am Mittwoch mitteilte. "Die Akten haben eine enorme Bedeutung für die Forschung und für Opfer von Repressionen in der DDR-Psychiatrie", sagte der Leitende Oberarzt der Forensischen Psychiatrie, Jan Armbruster, am Mittwoch. Mit Hilfe der Unterlagen könnten Betroffene ihre Ansprüche auf finanzielle Hilfe geltend machen.

Betroffene, deren Angehörige oder Betreuer könnten sich noch bis Ende des Monats persönlich, telefonisch oder schriftlich an die Stiftung "Anerkennung und Hilfe" wenden. "Es sind aus dieser Zeit einige Einzelschicksale bekannt, aber noch ist nicht alles aufgearbeitet worden, sagte Armbruster.

© dpa-infocom, dpa:210616-99-14827/2

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