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Mecklenburg-Vorpommern Heiraten: Nach Corona wieder mehr Ehepaare von auswärts

Zwei Brautpaare als Tortenfiguren.

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbil)

Der Nordosten ist bei Heiratswilligen beliebt. Nach Corona zieht die Nachfrage teils wieder an. In Stralsund kommen mehr als die Hälfte der Paare aus der Ferne und denken auch mal über einen Umzug nach.

Stralsund (dpa/mv) - Für viele ist es der schönste Tag im Leben: die Hochzeit. Besonders schön finden es wohl viele im Nordosten, denn nach einem Rückgang wegen der Corona-Pandemie heiraten dort teilweise wieder mehr Paare von auswärts. Eine entsprechende Rückmeldung gaben etwa die Städte Rostock und Stralsund. In Schwerin und Wismar sei die Nachfrage auswärtiger Heiratswilliger hingegen weiter verhalten. In Stralsund reist nach Angaben der Stadt mehr als die Hälfte der Paare aus ganz Deutschland an. In Wismar kamen zuletzt 30 Prozent der Eheleute von außerhalb, in Rostock und der Landeshauptstadt Schwerin waren es rund 25 Prozent.

Nach zwei herausfordernden Coronajahren sollen in diesem Jahr wieder bis zu 500 Hochzeiten im Stralsunder Standesamt stattfinden. Neben Heiratswilligen aus ganz Deutschland kämen auch regelmäßig Pärchen aus Österreich oder der Schweiz, um sich in Stralsund das Ja-Wort zu geben. Und die Nachfrage ist groß: Bis September seien bereits alle verfügbaren Termine im Standesamt ausgebucht, so ein Sprecher der Stadt.

In der Hansestadt am Strelasund heiraten - das haben auch Cornelia Grothoff und Yvonne Gottschalk aus Wuppertal getan. Mit dem Fahrrad wollten die Frauen in ihrem Sabbatjahr eigentlich ganz Europa erkunden. Doch dann kam die Corona-Pandemie dazwischen und das Paar blieb für seine Reise in Deutschland. In vier Monaten legten die Frauen rund 4000 Kilometer zurück und landeten zufällig in Stralsund. Dort gefiel es den beiden auf Anhieb so gut, dass sie sich nun das Ja-Wort im Nordosten gegeben haben.

"Wir schätzen neben der Natur, dem Meer und den Seen, die liebevoll renovierten und gepflegten alten Häuser mit den vielen schönen Geschäften", sagen Grothoff und Gottschalk, die seit fünf Jahren ein Paar sind und sich schon seit der Schulzeit kennen. "Überall sieht man, dass diese Stadt mit Liebe und Verstand gestaltet wurde." Die Lehrerin und die Wirtschaftsprüferin wollen noch ein paar Tage in Mecklenburg-Vorpommern verbringen, bevor es für die Flitterwochen nach Schweden geht. Nach seiner Hochzeitsreise will das Paar wiederkommen, vielleicht sogar für immer. Grothoff und Gottschalk denken über einen Umzug aus dem Bergischen Land an die Ostsee nach, wie sie der Deutschen Presse-Agentur verraten.

Das "Tor zur Insel Rügen", wie Stralsund auch genannt wird, hat rund 60.000 Einwohner und feierte erst vor Kurzem 20 Jahre Welterbe-Status für seine historische Altstadt.

Quelle: dpa

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