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Mecklenburg-Vorpommern Helmholtz-Institut für One Health offiziell gegründet

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Die Corona-Pandemie hat gezeigt, welche Folgen die Übertragung von Erregern von Tieren auf den Menschen haben kann. Corona ist aber nur ein Aspekt der Forschung im neuen Helmholtz-Institut für One Health in Greifswald.

Greifswald (dpa/mv) - In Greifswald ist am Dienstag das Helmholtz-Institut für One Health (HIOH) offiziell gegründet worden. One Health bedeutet "eine Gesundheit" und steht für einen interdisziplinären Forschungsansatz, der die menschliche Gesundheit, Tiergesundheit und die Umwelt zusammen in den Blick nimmt. Wie Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD) bei der Eröffnungsveranstaltung sagte, gehe es in Greifswald unter anderem um Infektionskrankheiten, die von Tier zu Mensch oder von Mensch zu Tier übertragen werden. Dazu gehörten unter anderem Covid-19 oder Sars, aber auch Aids und Ebola.

Mit dem HIOH erhalte Greifswald ein Forschungsinstitut, das auch zu dem höchst aktuellen Thema Corona forsche und damit weltweit in der ersten Liga spielen werde, sagte Martin. Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiere gemeinsam mit dem Bund rund 60 Millionen Euro für die Errichtung und den Betrieb des Instituts. "Die Universität Greifswald und ihre Universitätsmedizin haben sich über die Jahre zu einem international hochattraktiven Standort der Life-Science-Forschung entwickelt."

Das HIOH ist den Angaben zufolge ein Institut des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung, das gemeinsam mit der Universität und der Universitätsmedizin Greifswald sowie dem Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit als lokale Partner arbeitet.

"Die menschliche Gesundheit lässt sich nicht mehr isoliert betrachten. Wir haben in den vergangenen Jahren lernen müssen, dass sie eng mit der Gesundheit von Tieren, der Umwelt und auch der ökologischen Diversität verwoben ist", sagte der Gründungsdirektor und Veterinärmediziner, Fabian Leendertz. Die Überwachung und Verbesserung der Gesundheit von Mensch und Tier sowie von Umwelt- und Klimafaktoren sollten Ansätze zur Bewältigung der Herausforderungen durch Infektionskrankheiten liefern.

Quelle: dpa

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