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Mecklenburg-Vorpommern Hotspot-Lücken: Linke fordert Unterstützung für Freifunker

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Schwerin (dpa/mv) - Beim Aufbau leistungsfähiger WLAN-Netze in Städten Mecklenburg-Vorpommerns können nach Ansicht der Linken auch sogenannte Freifunkinitiativen helfen. Dieses ehrenamtliche Engagement verdiene jedoch mehr Unterstützung vom Land, mahnte die Linke-Landtagsabgeordnete Eva-Maria Kröger. In einem Expertengespräch am Mittwoch im Energieausschuss sei von Seiten der Freifunker eindringlich der Wunsch geäußert worden, dass Landesliegenschaften als Standorte für Funkanlagen zur Verfügung gestellt werden.

"Gerade vor dem Hintergrund, dass die Landesregierung selbst offenbar nicht in der Lage ist, dort frei zugängliches WLAN zu installieren, sollte diesem Ansinnen schnellstens entsprochen werden", forderte die Oppositionspolitikerin. Zudem gelte es, Kooperationen von Kreisen und Kommunen mit Freifunkern zu erleichtern.

Frei zugängliche Netze werden von immer mehr Menschen in Eigenregie aufgebaut und gewartet. Dabei werden private WLAN-Router für den Datentransfer zur Verfügung gestellt. Die Freifunk-Karte weist für Mecklenburg-Vorpommern rund 700 Knotenpunkte aus, bundesweit liegt die Zahl bei knapp 50 000.

Eine Studie des Wirtschaftsministeriums hat in Tourismusregionen Mecklenburg-Vorpommerns 234 mögliche Standorte für WLAN-Hotspots ausgemacht. Diese liegen vorzugsweise an Plätzen in Tourismusstädten, an stark nachgefragten Schlössern und Gutshäusern, an Wasserstraßen mit hoher touristischer Bedeutung sowie an Sehenswürdigkeiten.

Bis Ende 2021 sollen dort Hotspots eingerichtet werden. Dafür würden 500 000 Euro bereitgestellt, hieß es. Sachsen-Anhalt etwa fördert schon seit 2017 die Anschaffung und Einrichtung von WLAN-Zugängen und unterstützt damit auch Freifunkinitiativen. Von einem Zwei-Millionen-Euro-Topf können Kommunen, Museen, Verbände und Vereine profitieren.

Freifunk-Karte

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