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Mecklenburg-Vorpommern IG Metall: Chance auf 1000 Jobs in Industrie in Gefahr

Kräne stehen auf dem Gelände der ehemaligen MV-Werft.

(Foto: Jens Büttner/dpa)

Warnemünde(dpa/mv) - Die IG Metall fordert eine schnelle Entscheidung des Verteidigungsministeriums zur möglichen Verpachtung von Teilen des ehemaligen MV-Werften-Geländes in Warnemünde. Für eine industriepolitische Perspektive in Rostock müsse es einen Ruck in der Politik geben, sagte Daniel Friedrich von der IG Metall Küste am Donnerstag in Rostock. Bis zu diesem Wochenende benötigt der belgische Metallbauer Smulders demnach ein Signal, ob eine Nutzung des Geländes für den Bau von Konverter-Plattformen für die Offshore-Windkraft möglich ist.

Nach bisherigen Informationen prüft das Verteidigungsministerium als neuer Eigentümer des Geländes aktuell den Eigenbedarf. Am ehemaligen Standort der MV-Werften soll das Marinearsenal in Zukunft Schiffe reparieren. Die Gewerkschaft wie auch das Wirtschaftsministerium in Schwerin hoffen jedoch, dass zusätzlich eine Nutzung durch Smulders möglich ist.

Friedrich zufolge könnten hier ab Mitte nächsten Jahres zwischen 800 und 1000 tarifgebundene Arbeitsplätze entstehen. Vor dem Hintergrund der Energiewende und der vom Bund geplanten Ausbauziele in der Offshore-Windkraft sagte er: "Es wäre ein fatales Signal, wenn diese Wertschöpfung nicht in Europa stattfindet." Für den Investor wäre seinen Worten nach sogar eine befristete Verpachtung für die nächsten 10 Jahre kein Ausschlussgrund.

Am Investor wird es laut Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) nicht scheitern: "Ich weiß, die wollen, die wollen auch nach Rostock", sagte er bereits am Mittwoch bei einer Gewerkschaftsdemonstration vor dem Landtag in Schwerin. Um das Verteidigungsministerium zu überzeugen, brauche es die Unterstützung der Gewerkschaft. Die Marine benötige das Gelände nicht vollständig.

Quelle: dpa

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