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Mecklenburg-Vorpommern IG-Metall an Landesregierung: Schiffbau muss Priorität haben

Das Logo der IG Metall. Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

(Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild)

Die schwierige Lage im deutschen Schiffbau hatte laut der IG Metall besonders im Nordosten große Auswirkungen. Dieser negative Trend könnte sich laut einer Umfrage der Gewerkschaft fortsetzen.

Hamburg/Schwerin (dpa/mv) - Die IG Metall Küste fordert von der künftigen Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern, den Erhalt der maritimen Industrie zur obersten Priorität zu machen. "Mit vollem Einsatz müssen Politik und Verwaltung gemeinsam mit Unternehmen und IG Metall an Perspektiven für Arbeitsplätze und Standorte in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten", sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste, am Montag im Rahmen der Vorstellung einer Umfrage in der deutschen Schiffbau-Branche.

Laut der am Dienstag vorgestellten Betriebsrätebefragung im Auftrag der IG Metall Küste wird auf jeder dritten Werft in den kommenden zwölf Monaten mit einem weiteren Stellenabbau gerechnet. Dabei seien im zurückliegenden Jahr bereits rund 1500 Stammarbeitsplätze verloren gegangen. Das entspreche einem Rückgang um 8,1 Prozent.

Besonders stark betroffen gewesen sei dabei Mecklenburg-Vorpommern: Innerhalb eines Jahres sei fast ein Viertel der Arbeitsplätze auf den Werften weggefallen. Grund dafür ist den Angaben zufolge vor allem der Einbruch beim Bau von Kreuzfahrtschiffen, der den MV Werften in Rostock, Stralsund und Wismar sowie der Rostocker Neptun Werft zu schaffen macht.

Der Befragung der Agentur für Struktur- und Personalentwicklung (AgS) zufolge wäre der Stellenabbau ohne staatliche Hilfen noch weitaus drastischer ausgefallen. So sei fast die Hälfte aller Werft-Beschäftigten in den vergangenen zwölf Monaten von Kurzarbeit betroffen gewesen. In die 31. Schiffbauumfrage wurden den Angaben zufolge 43 Unternehmen mit fast 17.000 Beschäftigten einbezogen.

© dpa-infocom, dpa:211018-99-643002/5

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