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Mecklenburg-Vorpommern IHK-Präsident Strupp will Bürokratieabbau

Klaus-Jürgen Strupp, der neue Präsident der IHK Rostock, während einer Pressekonferenz. Foto: Danny Gohlke

(Foto: Danny Gohlke/dpa)

Das Amt des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer zu Rostock ist ein Ehrenamt. Damit ist der neue Präsident Strupp neben seiner Funktion als Geschäftsführer einer Rostocker Autofirma auch der Sprecher der gewerblichen Wirtschaft im Kammerbezirk.

Rostock (dpa/mv) - Der neue Präsident der IHK zu Rostock, Klaus-Jürgen Strupp, will in seiner Amtszeit Bürokratie abbauen. Das werde nicht konfliktfrei abgehen, sagte er am Dienstag. Erfolge seien zu erzielen, "indem wir mit der Politik auch mal in den Zwist gehen. Und auch ganz klar sagen: "Jetzt ist mal gut"." Hintergrund sei, dass viele Unternehmer über Anfragen etwa der Statistikämter klagten. Strupp, geschäftsführender Gesellschafter der Hansa Automobile Rostock GmbH, sagte, dass in seiner Firma eineinhalb Mitarbeiter nur damit beschäftigt seien, amtliche Anfragen zu beantworten und Formulare auszufüllen.

Die Amtszeit des 58-Jährigen, der am Montagabend von der IHK-Vollversammlung gewählt wurde, dauert bis März 2022. Er ist in Rostock vor allem als Stadionsprecher im Ostseestadion bekannt. Sein Vertrag mit Hansa Rostock laufe noch bis Ende der Saison. Er sei überzeugt, dass die Funktionen IHK-Präsident und Stadionsprecher miteinander zu vereinbaren seien. "Ich frage auch niemanden, wann er angeln geht oder in den Wald geht", sagte er.

Die Wahl war notwendig geworden, da der bisherige Präsident, der Däne Claus Ruhe Madsen, im April nach sechs Jahren sein Amt niedergelegt hatte, um sich auf seine Kandidatur zur Oberbürgermeisterwahl in Rostock konzentrieren zu können. Er hatte Mitte Juni die Wahl gewonnen.

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