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Mecklenburg-Vorpommern Immer mehr Wild im Wald: Sorge um junge Bäume

Ein Rothirsch röhrt. Foto: Boris Roessler/Archivbild

(Foto: Boris Roessler/dpa)

Schwerin (dpa/mv) - In den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns tummelt sich immer mehr Wild. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor. So wurden im vergangenen Jagdjahr 8200 Stück Rotwild erlegt - so viel wie seit zehn Jahren nicht mehr. Auch bei Damwild meldete das Agrarministerium für das Jagdjahr 2018/19 mit einer Strecke von fast 13 900 erlegten Tieren den höchsten Wert seit 2009/2010. Das Jagdjahr dauert jeweils vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres.

"Die ansteigenden Abschusszahlen bei Rot- und Damwild weisen auf einen Anstieg der Wilddichte hin", erklärten die Experten des Ministeriums. Obwohl auch beim Rehwild mit fast 60 700 geschossenen Tieren der höchste Wert seit 2010/2011 erreicht wurde, sehen die Jagdbehörden dort kein Anwachsen des Bestandes. Es gebe Hinweise für eine tendenziell abnehmende Rehwild-Dichte, hieß es.

Die Abschüsse sollen den jährlichen Zuwachs der Schalenwildarten abschöpfen, um ein Anwachsen der Wildbestände zu verhindern. Insofern geben sie einen Trend des vorhandenen Wildbestandes wieder, erläuterte das Agrarministerium. Ein zu hoher Wildbestand ist schädlich für die Wälder, weil die Tiere Knospen junger Bäume abfressen und Rinde von den Bäumen schälen. Die Jäger ermitteln deshalb im Frühjahr möglichst genau die Wildbestände in ihren Revieren und erstellen dann die Abschusspläne für das nächste Jagdjahr, so das Ministerium.

Der forstwirtschaftliche Sprecher der Linksfraktion, Wolfgang Weiß, forderte einen verantwortungsvollen Umgang der Waldbesitzer mit der Jagd. "Eine naturnahe Waldverjüngung, ein klimagerechter Waldumbau sowie eine Neu- und Wiederaufforstung brauchen waldverträgliche Wilddichten", sagte er. "Die Verpachtung von Jagdbezirken an gut zahlende Jäger, die nur an Trophäenjagd interessiert sind, ist weder akzeptabel noch zielführend."

Kleine Anfrage un Antwort

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