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Mecklenburg-Vorpommern Industrielle Algenzucht wird erprobt

In einem der hundert Meter langen Becken werden bei ständiger Bewegung des Wassers die Spirulina-Blaualgen gezüchtet. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Neustadt-Glewe (dpa/mv) - Eine der größten Algenfarmen Europas steht in Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern. In tropisch warmen Wasserbecken mit zusammen 600 000 Liter Fassungsvermögen wächst Spirulina, eine Blaualge, die in der Lebensmittelindustrie zunehmend gefragt ist. Die Dr. Eberhard Bioenergie GmbH & Co. KG versucht dort den Schritt von der Pilot- zur industriellen Produktion von Algen für Lebensmittel.

Wissenschaftler sehen in proteinreichen Algen einen möglichen Pfeiler der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung in kommenden Generationen. Grundlegende Ressourcen, wie Phosphor, Wasser und fossile Brennstoffe, die man zur Intensivierung der Landwirtschaft und zur Nutzung unfruchtbarer Flächen benötigt, würden immer knapper und teurer, sagt Anja Kuenz vom Thünen-Institut für Agrartechnologie in Braunschweig (Niedersachsen). Neue Konzepte seien gefragt und Mikroalgen könnten eine Chance für die globale Landwirtschaft sein.

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