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Mecklenburg-Vorpommern Kärger rechnet mit wieder steigenden Corona-Infektionen

Heiko Kärger CDU), Landrat Mecklenburgische Seenplatte, mit Mund-Nasen-Schutz. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

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Neubrandenburg (dpa/mv) - Zehn Tage nach der Einführung strengerer Corona-Regeln ist die Zahl der gemeldeten Fälle im Großkreis Mecklenburgische Seenplatte deutlich gesunken. Trotzdem rechnet Landrat Heiko Kärger (CDU) mit einem erneuten Anstieg der Zahlen, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Wir haben viele Wechselbeziehungen nach Berlin und Brandenburg", sagte Kärger. In dem bundesweit größten Landkreis mit einer Fläche von 5500 Quadratkilometern - sechsmal so groß wie Berlin - war die Zahl der Fälle kurz auf 43 pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche gestiegen. Derzeit liegt sie bei 30,9 Infektionen pro 100 000 Einwohner, in Berlin bei über 120.

Kärger hatte am 16. Oktober eine Verfügung erlassen, wonach Feiern nur mit bis zu 15 Gästen in Privaträumen und maximal 25 Gästen in öffentlichen Räumen stattfinden dürfen. "Seitdem haben wir keine Fälle mehr, die auf größere Familienfeiern zurückgehen", sagte der Landrat. Allerdings habe man festgestellt, dass Einwohner mit Infektionen von Reisen unter anderem aus Polen, Berlin und Nordrhein-Westfalen zurückgekehrt sind.

Seit dem Anstieg in Polen hat der Landkreis auch eine Verordnung erlassen, die es nicht infizierten Pendlern ermöglichen soll, weiter ihrer Arbeit nachzugehen. Bei einzelnen größeren Ausbrüchen sollen regional begrenzte Verschärfungen in Kraft treten, kündigte Kärger an. Inzwischen haben die Nachbarkreise Vorpommern-Greifswald und der Landkreis Rostock höhere Wochenwerte bei den Infektionen. Hier sollen auch schärfere Einschränkungen beschlossen werden.

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