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Mecklenburg-Vorpommern Kaum Corona-Fälle in MV: AfD für umfassendere Schulöffnung

Schülerinnen und Schüler sitzen in ihrem Klassenraum. Foto: Marcel Kusch/dpa/Symbolbild

(Foto: Marcel Kusch/dpa/Symbolbild)

Schwerin/Rostock (dpa/mv) - Die AfD sieht sich durch die Einschätzung des Rostocker Mediziners Andreas Podbielski in ihrer Forderung bestätigt, punktuell Schulen und Kitas im Land schneller wieder vollumfänglich zu öffnen. "War es anfangs noch richtig, mit Vorsicht zu taktieren, wurde schnell klar, dass uns das geringe Infektionsgeschehen in Mecklenburg-Vorpommern größere Handlungsspielräume ermöglicht", erklärte am Mittwoch in Schwerin der AfD-Landtagsabgeordnete Jörg Kröger.

Einrichtungen etwa, in deren Einzugsbereichen keine Corona-Infektionen nachgewiesen worden seien, hätten bei sehr geringem Infektionsrisiko für Lehrer, Erzieher und Kinder schon länger wieder ohne Einschränkungen betrieben werden können, meinte Kröger. "Stattdessen agierte die Landesregierung zögerlich und auf Kosten der Bildung der Schüler und der Betreuung der Kinder", warf der Oppositionspolitiker der SPD/CDU-Koalition vor. Auch vor dem Hintergrund von Lehrermangel und Stundenausfall seien weitere Abstriche bei der Bildung nicht zu verkraften.

Angesichts der anhaltend geringen Infektionszahlen im Nordosten hatte der Hygiene-Professor Podbielski die Landesregierung zu mutigeren Schritten bei der Öffnungen von Kitas und Schulen geraten. Er schlug vor, in ausgewählten Einrichtungen für wenige Wochen testweise einen Regelbetrieb unter Vor-Corona-Bedingungen laufen zu lassen. Bei positivem Verlauf könne dies dann nach und nach auf andere Einrichtungen ausgedehnt werden, schlug Podbielski vor. Unterstützung für diesen Vorstoß bekam er auch von der Linksfraktion im Landtag.

Das Bildungsministerium in Schwerin hatte angekündigt, mit dem Schulstart am 3. August zum Regelbetrieb an den Schulen zurückkehren zu wollen. Dies wurde aber mit dem Zusatz versehen "unter Corona-Bedingungen", um deutlich zu machen, dass weiterhin besondere Schutzvorkehrungen gegen die Pandemie als erforderlich angesehen werden. So soll es zur Reduzierung von Kontakten unter anderem versetzte Pausenzeiten geben und auch wieder Unterricht über Internet, allerdings nur ergänzend zum regulären Präsenzunterricht an den Schulen.

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