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Mecklenburg-Vorpommern Kein Gaskraftwerk für Lubmin: Landtag lehnt AfD-Antrag ab

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Schwerin (dpa/mv) - Trotz bester Infrastruktur für den Betrieb eines Gaskraftwerks sieht die Landesregierung keinen Bedarf für den Bau eines solchen Kraftwerks in Lubmin (Kreis Vorpommern-Greifswald). Gaskraftwerke seien zwar bei der Umsetzung der Energiewende als Brückentechnologie zur Sicherung der Netzstabilität wichtig, sagte Energieminister Christian Pegel (SPD) am Donnerstag im Schweriner Landtag. In Mecklenburg-Vorpommern, das bereits deutlich mehr Ökostrom produziere als es verbrauche, werde dies aber nicht benötigt. Pläne für neue Gaskraftwerke gebe es eher in Süddeutschland.

Pegel reagierte damit auf einen Antrag der AfD-Fraktion, die sich zur Gewährleistung einer sicheren Energieversorgung auch bei Flaute und Dunkelheit für den Bau eines Gaskraftwerks im Nordosten aussprach. Die Landesregierung wurde aufgefordert, die Rahmenbedingungen für ein solches Projekt zu verbessern.

In Lubmin komme nicht nur die Ostsee-Gaspipeline an. Als Erbe des früheren Atomkraftwerks existierten dort auch leistungsfähige Stromleitungen, argumentierte der AfD-Abgeordnete Christoph Grimm. Die ausschließliche Orientierung auf Ökostrom berge die Gefahr von Netzzusammenbrüchen, sogenannten Blackouts. Der Antrag der AfD fand keine Mehrheit im Parlament.

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