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Mecklenburg-Vorpommern Konjunkturumfrage: Handwerksbetriebe sind zuversichtlich

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Die Corona-Pandemie hat das Handwerk zweigeteilt: Dem Bau und Ausbau geht es gut, schlecht geht es den körpernahen Dienstleistern. Die meisten Betriebe eint die Hoffnung auf das Abflauen der Pandemie.

Rostock/Schwerin (dpa/mv) - Die Corona-Pandemie hat unterschiedliche Auswirkungen auf das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern gezeigt. Während der Bau sowie der größte Teil der Zulieferbetriebe vergleichsweise geringe Auswirkungen der Krise spüren, seien persönliche Dienstleister wie Friseure und Kosmetiker sehr hart getroffen, teilten die beiden Handwerkskammern Schwerin und Ostmecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock am Montag mit. Auch die Nahrungsmittel- und die Gesundheitshandwerke sowie das Kfz-Gewerbe hätten laut Konjunkturumfrage zu kämpfen.

Auch wenn der Geschäftsklimaindex deutlich niedriger liege als in den vergangenen Jahren, schätzten die Handwerker in Mecklenburg-Vorpommern den weiteren Konjunkturverlauf wieder optimistischer ein. Bei der Schweriner Kammer gingen rund 85 Prozent der Betriebe mit Blick auf den Sommer von einer guten oder befriedigenden Geschäftslage aus, bei der Rostocker Kammer sind es 95 Prozent.

Als relativ stabil habe sich die Baubranche erwiesen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Kammer Ostmecklenburg-Vorpommern, Jens-Uwe Hopf. Der hohe Auftragsbestand bereits vor Beginn der Pandemie sowie das Niedrigzinsniveau begünstigen Investitionen von privaten und öffentlichen Auftraggebern und sorgen für volle Auftragsbücher. "Als ein starkes Hemmnis haben sich die deutlich gestiegenen Rohstoff- und Materialpreise sowie Lieferengpässe bei Holz oder Metall erwiesen", sagte Hopf. Bauprojekte müssten jetzt mit höheren Beschaffungspreisen realisiert werden. Das Bauen werde wegen der gestiegenen Preise teurer.

"Die bisher nur mit allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln belegten auftragsstarken Bereiche sind nach wie vor gut ausgelastet und umsatzstark", sagte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Schwerin, Gunnar Pohl. Mit dem aktuellen Lockdown könnten durch Schul- und Kitaschließungen Betreuungsprobleme entstehen. Hinzu komme die Testpflicht, die den Betrieben Kosten und einen erhöhten organisatorischen Aufwand aufbürdet.

Auf der anderen Seite der Medaille seien vor allem die körpernahen Dienstleistungen zu finden. "Nach dem Lockdown eigentlich wieder voll durchgestartet, sind die Betriebe jetzt durch die schlecht vorbereitete Testpflicht mit massiven Rückgängen durch Terminabsagen konfrontiert, so dass auch Kurzarbeit wieder ein Thema werden kann", sagt Pohl.

"Dass mit dem erneuten Lockdown die Kosmetikbetriebe wieder schließen mussten, kritisieren wir auf das Schärfste." Die Kammern hätten immer wieder deutlich gemacht, dass kosmetische Behandlungen genauso unverzichtbar und aufgrund der Hygienemaßnahmen so sicher sind wie Friseurleistungen.

© dpa-infocom, dpa:210419-99-265526/2

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