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Mecklenburg-Vorpommern Korruptionsvorwürfe gegen Weiss zur Prüfung weitergegeben

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) äußert sich am Rande eines mobilen Impftermins zu den Korruptionsvorwürfen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Grevesmühlen (dpa/mv) - Der Kreistag von Nordwestmecklenburg hat am Freitag in einer umstrittenen, nichtöffentlichen Sondersitzung über die Korruptionsvorwürfe gegen Landrätin Kerstin Weiss (SPD) beraten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschloss der Kreistag, den Fall offiziell an das Innenministerium und die zuständigen Behörden zur Prüfung weiterzugeben.

Der Kreistag war demnach mit 32 anwesenden von 61 Mitgliedern knapp beschlussfähig. Die Fraktionen von SPD, Grünen und der Wählergemeinschaft Ländlicher Raum, Umwelt und Landwirtschaft (LUL) hatten vorher erklärt, der Dringlichkeitssitzung fernzubleiben. Sie hielten die Veranstaltung für Wahlkampf und sahen keine Dringlichkeit, wie es von ihnen hieß. Der Antrag für die Sondersitzung kam von CDU und Linken.

Am Sonntag wird in Nordwestmecklenburg ein neuer Landrat gewählt. Weiss kandidiert erneut für das Amt und wird dabei von den Grünen unterstützt. Weitere Bewerber sind Jörg Bendiks (Die Linke), Tino Schomann (CDU) und Timon Wilke (Piraten).

Weiss wird vorgeworfen, vom Piraten Open Air in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg), für das sie sich eingesetzt habe, in ihrem Wahlkampf unterstützt zu werden. Weiss wies die Vorwürfe zurück. Sie habe für die Dienstleistungen bezahlt, erklärte sie. Das Innenministerium als Rechtsaufsichtsbehörde prüft bereits die Vorwürfe, nachdem es von der Kreisverwaltung informiert worden war.

© dpa-infocom, dpa:210422-99-313683/3

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