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Mecklenburg-Vorpommern Kreis: Jäger sollen häufiger verendete Wildschweine suchen

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Greifswald (dpa/mv) - Für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest schickt der Landkreis Vorpommern-Greifswald die Jäger jetzt noch häufiger in den Wald. Wie der Landkreis am Freitag mitteilte, sind Waidmänner aller Jagdbezirke für die Früherkennung angehalten, ihre Jagdgebiete in größerem Maße als gewöhnlich zu kontrollieren und dabei gezielt nach verendetem Schwarzwild zu suchen. Dabei seien tote Wildschweine, also Fallwild, unverzüglich dem zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt zu melden, etwa um eine Probenentnahme von Milz, Lunge und Nieren amtlich zu klären.

Im benachbarten Polen und - erstmals in Deutschland - im Süden Brandenburgs wurde die Tierseuche, die für Menschen ungefährlich sein soll, bereits festgestellt. Um die Einschleppung zu vermeiden, lässt das Land derzeit einen rund 60 Kilometer langen Schutzzaun in Vorpommern-Greifswald an der Grenze zu Polen bauen. Er soll Ende November fertig sein. Im Süden Brandenburgs war die Afrikanische Schweinepest Anfang September bei Wildschweinen festgestellt worden. Bisher sind dort 103 Fälle amtlich bestätigt, die aus zwei eingezäunten Kerngebieten in den Kreisen Oder-Spree und Spree-Neiße stammen.

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