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Mecklenburg-Vorpommern Kreistag stimmt Kauf von Krankenhaus Crivitz zu

Ein Krankenwagen auf dem Gelände des Mediclin-Krankenhauses in Crivitz. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Golchen (dpa/mv) - Der Kreistag von Ludwigslust-Parchim hat am Donnerstagabend dem Kauf des Crivitzer Krankenhauses vom Mediclin-Konzern zugestimmt. Landrat Stefan Sternberg (SPD) hat damit Grünes Licht, den Kaufvertrag endzuverhandeln und zu unterschreiben. Der Landkreis will die defizitäre Klinik mit aktuell 74 Betten zum 1. Januar 2021 übernehmen. Das Votum erging einstimmig bei zwei Enthaltungen.

Mediclin steht wegen der geplanten Stilllegung der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe in Crivitz ab Mitte Juni stark in der Kritik. Der Mutterkonzern Asklepios plant, die Geburtshilfe im rund 20 Kilometer entfernten Parchim zu konzentrieren, wo er ein Krankenhaus betreibt.

Ob die Geburtenstation bei der Übernahme durch den Landkreis bestehen bleibt beziehungsweise wiedereröffnet wird, ist nach Worten von Landkreissprecher Andreas Bonin noch unklar. In der Debatte vor der Abstimmung im Kreistag warnten mehrere Abgeordnete davor, sich schon jetzt auf ein detailliertes Konzept festzulegen und damit Hoffnungen zu wecken, die später vielleicht nicht zu erfüllen seien.

In Crivitz werden weniger als 400 Kinder im Jahr geboren. Dies gilt als zu wenig für einen kostendeckenden Betrieb. Aufgrund der dünnen Besiedlung Mecklenburg-Vorpommerns sind die Zahlen vielerorts vergleichsweise niedrig. In der Vergangenheit mussten deshalb immer wieder Entbindungsstationen schließen. Aktuell gibt es sie noch in 15 Krankenhäusern in MV.

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