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Mecklenburg-Vorpommern Kreistags-Sondersitzung wegen Vorwürfen gegen Landrätin

Kerstin Weiss (SPD), Landrätin von Nordwestmecklenburg. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

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Wismar (dpa/mv) - Der Kreistag Nordwestmecklenburgs berät in einer Sondersitzung über Vorwürfe gegen die Landrätin Kerstin Weiss (SPD). In dem am Montag erstellten Antrag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, steht in der Betreffzeile: "Korruptionsverdacht gegen die Landrätin". Der Landkreis teilte mit, dass am Freitag eine Dringlichkeitssitzung des Kreistages geplant ist, die zum Teil nicht öffentlich ist. Die SPD-Politikerin wies unterdessen jeglichen Vorwurf zurück. Die Staatsanwaltschaft Schwerin bestätigte den Eingang einer Strafanzeige und dass diese derzeit geprüft werde. Am Sonntag wird in Nordwestmecklenburg gewählt, Weiss will erneut Landrätin werden.

"Dieser haltlose Vorwurf entbehrt jeder Grundlage. Ich bin nicht bestechlich und ich zahle für Leistungen, die für mich erbracht werden", teilte die Landrätin auf Anfrage mit. Laut Weiss geht es bei den Vorwürfen um einen Zusammenhang zwischen ihr und einem Theater in dem Landkreis. Nach ihrer Darstellung wird sie von einer Gesellschaft als Werbeagentur im Wahlkampf unterstützt, die auch das Theater betreibe. "Für die erbrachten Leistungen der Agentur bezahle ich das Entgelt, so wie es zwischen Vertragspartnern üblich ist", bekräftigt Weiss. Ihr werde vorgeworfen, nichts gegen den Lärmpegel des Theaters unternommen zu haben. Dies sei nicht richtig. Das Eilverfahren wurde laut Weiss zugunsten des Landkreises entschieden und die Anwohner gebeten, sich in ein ordentliches Verfahren zu begeben.

© dpa-infocom, dpa:210418-99-254325/3

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