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Mecklenburg-Vorpommern Kritik an Bahn-Fahrplan: Vorpommern sieht sich abgehängt

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Greifswald (dpa/mv) - Die Deutsche Bahn will zum Fahrplanwechsel eine Reihe von Zügen von und nach Vorpommern streichen. Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) kritisierte die geplanten Änderungen und wandte sich mit einem Brief an die Deutsche Bahn, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte.

Nach seinen Angaben soll wegen der gesunkenen Auslastung durch die Corona-Pandemie zukünftig auf ein Zugpaar im Fernverkehr ab Stralsund über Greifswald in Richtung Berlin verzichtet werden. Die erst vor wenigen Jahren erstrittene ICE-Direktverbindung nach München einmal täglich solle künftig bereits in Berlin enden. Fassbinder befürchtet, dass der Fernverkehr auf dieser Strecke in die Bedeutungslosigkeit zu sinken drohe - trotz wachsender Bedeutung für den Tourismus und die Wirtschaft in der Region. "Für den Wissenschafts- und Universitätsstandort Greifswald ist eine dichte Anbindung an Berlin lebensnotwendig, die Universität, die universitätsnahen Institute und der gesamte akademische Betrieb sind auf gute Erreichbarkeit angewiesen", sagte er. Der Schienenverkehr sei das Hauptverkehrsmittel für Studierende und Beschäftigte.

Die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag, Mignon Schwenke, sagte, die Deutsche Bahn hänge Vorpommern weiter ab. Nach ihren Angaben entfallen auch die täglichen Direktverbindungen zwischen Stralsund und Köln beziehungsweise München. Zwischen Berlin und Stralsund fahre ein Zugpaar weniger. Sie erwarte von der Landesregierung und dem Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann, sofort beim Bund zu intervenieren.

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