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Mecklenburg-Vorpommern Kritik an geringen Trainer-Gehältern

Fussbälle in einem Netz. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

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Schwerin (dpa/mv) - Viele Sporttrainer in Mecklenburg-Vorpommern verdienen nach Einschätzung von Landesrechnungshof und Opposition zu wenig. Die vom Rechnungshof geprüften Gehälter von Landes- und Nachwuchstrainern lagen im Jahr 2016 im Schnitt bei 2430 Euro, wie es im aktuellen Jahresbericht heißt, der am Donnerstag im Landtag diskutiert wurde. "Im Einzelfall gab es noch in 2017 Arbeitsverträge mit Gehältern unterhalb von 2300 Euro pro Monat."

Insbesondere neu eingestellten Trainern seien keine adäquaten Arbeitsverträge angeboten worden, heißt es weiter. Grund für die schlechte Bezahlung sei die seit 2005 nicht mehr erhöhte Maximalförderung des Landes. Sollte sich nichts ändern, werde es künftig Probleme geben, qualifizierte Mitarbeiter im Sport zu finden, fürchtet die Prüfbehörde. Die gegenwärtige Förderung stehe nicht im Einklang mit der Bedeutung, welche die Landesregierung dem Sport beimesse.

"Selten habe ich so deutliche Worte vom Landesrechnungshof gelesen", sagte die Linken-Abgeordnete Jeannine Rösler in der Debatte. Angesichts der schlechten Bedingungen sei es nicht verwunderlich, dass bei der jüngsten Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Katar kein Athlet aus Mecklenburg-Vorpommern dabei gewesen sei. Schon bei der vorangegangenen WM in London im Jahr 2017 sei dies der Fall gewesen. "Dem Sport in unserem Land fehlen 1,2 Millionen Euro im Jahr, um Trainer und Übungsleiter anständig zu bezahlen", sagte Rösler.

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