Regionalnachrichten

Mecklenburg-Vorpommern Längere Bearbeitungszeiten für Steuererklärungen in MV

dpa_Regio_Dummy_MecklenburgVorpommern.png

Schwerin (dpa/mv) - Steuerzahler in Mecklenburg-Vorpommern haben für den Veranlagungszeitraum 2017 länger auf Post vom Finanzamt warten müssen als im Jahr davor. So erging der Steuerbescheid für Arbeitnehmer durchschnittlich nach 48 Tagen und damit vier Tage später als im Vorjahreszeitraum, teilte der Bund der Steuerzahler Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag in Schwerin mit. Für Unternehmer, Freiberufler und Selbstständige lag die durchschnittliche Bearbeitungszeit wie schon 2016 bei 50 Tagen.

Wie ein Sprecher des Finanzministeriums in Schwerin sagte, mussten wegen eines Gerichtsurteils viele Steuererklärungen aus den Vorjahren nachberechnet werden. Dadurch habe sich die Bearbeitungszeit im vergangenen Jahr leicht erhöht. "Dass unsere Finanzämter trotzdem zu den schnellsten in Deutschland zählen, haben wir den fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Amtsstuben zu verdanken. Das ist ein Erfolg, der allen Steuerzahlern zugutekommt", sagte er.

Denn trotz der längeren Wartezeiten verbesserten sich die Finanzämter Mecklenburg-Vorpommerns im Bundesvergleich von Platz neun auf Platz vier. Die Differenz zum Spitzenreiter Berlin betrage aber noch gut zehn Tage, hieß es in der Mitteilung des Steuerzahlerbundes weiter.

Dieser begrüßte die Bemühungen der Finanzverwaltung, die Steuererklärung zu vereinfachen. Der Einsatz von Software sei sinnvoll, wenn die Bearbeitungszeiten damit verkürzt würden. Die Quote der vollautomatischen Steuererklärungen liege inzwischen bei 9,6 Prozent.

Bis zum 31. Juli haben Steuerzahler grundsätzlich Zeit, ihre Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen. "Wer früher abgibt, bekommt im Regelfall schneller Bescheid!", betonte der Steuerzahlerbund.

Newsticker