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Mecklenburg-Vorpommern Land garantiert MV-Unimedizinen dauerhafte Eigenständigkeit

Bettina Martin (SPD) bei einer Veranstaltung. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

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Schwerin (dpa/mv) - Die Landesregierung hat den Universitätsmedizinen in Rostock und Greifswald die dauerhafte Existenz als eigenständige Einrichtungen der Forschung, Lehre, Krankenversorgung und Pflege zugesichert. Im Gegenzug haben sich die Kliniken auf eine strategische Zusammenarbeit verständigt und einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, wie das Bildungsministerium am Freitag mitteilte. Ziel sei es, Forschung, Lehre, Krankenversorgung und Pflege sowie Verwaltung an beiden Standorten zu optimieren.

Trotz vieler gemeinsamer Projekte in den vergangenen Jahren habe es keine dauerhafte strategische Partnerschaft gegeben, sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). Hindernis sei vor allem die Befürchtung gewesen, dass am Ende einer stärkeren Kooperation die Eigenständigkeit einer der Standorte in Frage stehen könne. "Mit dem gemeinsam unterzeichneten Kooperationsvertrag kann allen Beteiligten genau diese Angst genommen werden", betonte die Ministerin. Insbesondere die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig beide Einrichtungen in Mecklenburg und in Vorpommern sind.

Die Kooperation garantiere den Unimedizinen, dass Effizienzgewinne vor allem in eine verbesserte Forschung, Lehre und Krankenversorgung fließen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende beider Kliniken, Mathias Brodkorb. Eine Minderung der Finanzzuweisungen in Folge der Kooperation sei ausdrücklich ausgeschlossen.

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