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Mecklenburg-Vorpommern Land informiert Fischer über neue Fangquoten und Hilfen

geangelte Spiegelkarpfen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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Stralsund (dpa/mv) - Die EU will die Fangquoten für Hering und Dorsch im kommenden Jahr erneut drastisch reduzieren. Die Fischer Mecklenburg-Vorpommerns dürfen 2020 in der westlichen Ostsee nur noch 1000 Tonnen Hering und 260 Tonnen Dorsch fangen. Das sind nach Angaben des Agrarministeriums 90 Prozent weniger als vor fünf Jahren. Heute (9.30 Uhr) wollen das Agrarministerium und das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (Lallf) die Fischer über die Aussichten und geplante Maßnahmen der Politik unterrichten. Mehr als 100 Fischer haben sich dazu angemeldet.

Nach Ministeriumsangaben wurden die erheblichen Fangeinschränkungen seit 2017 weitgehend durch Prämien zur zeitweiligen Stilllegung der Herings- und Dorschfischerei abgefedert. 2017 und 2018 seien an 133 Unternehmen 2,63 Millionen Euro Überbrückungsbeihilfen gezahlt worden, 2019 rund 2,3 Millionen. Für 2020 seien etwa 2,8 Millionen Euro vorgesehen. Im Gespräch seien auch Abwrackprämien. Dies würde in Mecklenburg-Vorpommern 16 Betriebe betreffen, die Dorsch aus der östlichen Ostsee fischen. Das Ministerium befürwortet auch Abwrackprämien für die Stellnetzfischer in der westlichen Ostsee.

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