Regionalnachrichten

Mecklenburg-Vorpommern Landeskriminalamt warnt vor Corona-Betrugsmaschen

Ein Blaulicht der Polizei leuchtet auf. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB)

Rampe (dpa/mv) - Das Landeskriminalamt hat vor Betrügern gewarnt, die mit "Corona-Maschen" Kapital aus der Krise ziehen wollen. So würden sich Betrüger an Wohnungstüren als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgeben, teilte das LKA am Mittwoch an seinem Sitz in Rampe bei Schwerin mit. Teilweise seien sie sogar mit weißen Anzügen und Mundschutz bekleidet.

Angeblich führe das Gesundheitsamt einen Corona-Test durch, weil es im Haus oder im näheren Umkreis zu Infektionen gekommen sei. Ziel der Täter sei es, sich Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Dort hätten sie es auf Geld und Wertgegenstände der Bewohner abgesehen. In einigen Fällen sei auch ein vermeintliche Corona-Test kostenpflichtig angeboten worden.

Auch eine neue Enkeltrick-Masche haben die Beamten beobachtet: Die Kriminellen rufen angeblich im Namen von infizierten Angehörigen an und erklären, sie bräuchten dringend Geld für die Behandlung. Im Anschluss würden Boten entsandt, die das Geld persönlich abholen kommen.

Auch im Internet lauere der Betrug: Auf gefälschten Online-Plattformen würden Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel angeboten. Die bezahlte Ware werde jedoch nicht an die Kunden ausgeliefert. Im Netz seien außerdem Seiten aufgetaucht, auf denen in Bedrängnis geratene Wirtschaftsunternehmen aufgefordert werden, das dortige Formular mit Daten zu befüllen und anschließend hochzuladen. So versuchten Betrüger, an sensible Daten zu gelangen.

Newsticker