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Mecklenburg-Vorpommern Landesweit Kreuze sichergestellt: Staatsschutz ermittelt

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Heringsdorf/Anklam (dpa/mv) - Die Polizei hat in der Nacht zu Samstag in Mecklenburg-Vorpommern mindestens 50 illegal aufgestellte schwarze Holzkreuze sichergestellt. Die Kreuze standen vorwiegend an Ortseingängen, unter anderem an mehreren Orten auf der Insel Usedom, in Anklam und Strasburg in Vorpommern sowie in Güstrow und in der Region Grevesmühlen, wie Polizeisprecher mitteilten. Weil dabei auch fremdenfeindliche Losungen festgestellt wurden, sei wegen Verdachts der Volksverhetzung der Staatsschutz eingeschaltet worden.

Im Nordosten kommt es seit 2014 meist um den 13. Juli herum zu solchen Aktionen, die der Verfassungsschutz der rechtsextremistischen Szene zuordnet. Diese wolle so an "deutsche Opfer von Gewalt durch Ausländer" erinnern. In den Vorjahren waren landesweit 139 (2014), 120 (2015), 76 (2016), 68 (2017) und 179 (2018) solcher Kreuze gezählt und geborgen worden. In der Nacht zu Freitag gab es bereits solche Fälle in Neubrandenburg.

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