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Mecklenburg-Vorpommern Lehrergewerkschaft für längere Weihnachtsferien in MV

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Schwerin (dpa/mv) - Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat eine Verlängerung der Weihnachtsferien in Mecklenburg-Vorpommern vorgeschlagen, um das Risiko von Corona-Infektionen nach Neujahr zu vermindern. Denkbar ist aus Sicht der Lehrergewerkschaft, die Ferien um einige Tage zu verlängern oder die zweite Winterferienwoche vorzuziehen. Damit kämen die Schüler erst später nach den Kontakten zu den Feiertagen wieder in den Unterricht und Kontakte in Größenordnungen würden vermieden, sagte der VBE-Landesvorsitzende Michael Blanck am Montag.

"Wir brauchen jetzt eine kluge Voraussicht." Sonst könne es passieren, dass die Schulen nach den Ferien zum Superspreader würden. Die Weihnachtsferien enden in MV am 3. Januar. Blanck verwies darauf, dass viele Bundesländer die Weihnachtsferien um eine Woche verlängerten. "Gegenüber fast allen Bundesländern haben wir aber zweiwöchige Winterferien im Februar, was wir jetzt in die Waagschale werfen könnten, ohne Unterrichtsausfall zu erzeugen."

Der VBE-Chef forderte einen besseren Corona-Schutz für die Lehrkräfte. Zwar werde versucht, vieles auf den Weg zu bringen, aber noch sei zu wenig davon an den Schulen angekommen. "Überall findet man jetzt Plexiglasscheiben, nur in Schulen - vor allem in engen Räumen - nicht.". Auch fehle es an FFP-2-Masken für die Lehrer.

Bei der technischen Ausstattung für das Distanzlernen gebe es immer noch große Lücken, stellte Blanck fest. So seien beim Anschluss der Schulen an das schnelle Internet seit dem Frühjahr kaum Fortschritte zu verzeichnen. Mobile Endgeräte für Schüler seien zwar zum Teil angekommen, aber bei vielen fehle noch die entsprechende Software. "Von den Endgeräten für Lehrkräfte können wir derzeit nur träumen."

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