Regionalnachrichten

Mecklenburg-Vorpommern Licht und Schatten auf Kirschplantagen

Geerntete Kirschen in einem Korb. Foto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

(Foto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild)

Wiesbaden/Schwerin (dpa/mv) - Auf den Kirschplantagen Mecklenburg-Vorpommerns zeichnen sich bei der laufenden Ernte Licht und Schatten ab. Die Obstbauern erwarten laut einer Schätzung für das Statistische Bundesamt rund 22 Tonnen Süßkirschen und 190 Tonnen Sauerkirschen. Das geht aus einer Mitteilung des Bundesamtes vom Dienstag hervor.

Bei den Süßkirschen entspräche dies etwa dem Ergebnis des Vorjahres von 21,4 Tonnen, läge aber weit unter dem des Jahres 2018 von 83,4 Tonnen. Die Sauerkirschernte war 2019 mit lediglich 49 Tonnen schlecht ausgefallen. Mit den jetzt erwarteten 190 Tonnen kann an 2018 angeknüpft werden, als 189,3 Tonnen gepflückt worden waren.

Die Anbaufläche ist seit Jahren unverändert: In Mecklenburg-Vorpommern werden dem Amt zufolge auf 48 Hektar Süßkirschen und auf 55 Hektar Sauerkirschen angebaut. Damit ist der Nordosten eher unbedeutend. Die Hauptanbaugebiete liegen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Obstbau-Experte Rolf Hornig von der LMS Agrarberatung in Schwerin sagte, Grund für die schwache Ernte-Erwartung bei Süßkirschen seien Spätfröste und kalte Tage während der Blütezeit im Frühjahr. Das sei regional aber unterschiedlich ausgefallen. So werde in einigen Betrieben im Land auch eine sehr gute Süßkirschen-Ernte erwartet.

Bei den Äpfeln wird nach Hornigs Worten dieses Jahr eine leicht unterdurchschnittliche Ernte in MV von etwa 32 000 Tonnen erwartet. Der zehnjährige Durchschnitt liege bei 34 500 Tonnen. In Ostmecklenburg und Vorpommern habe es während der Blütezeit Fröste gegeben. Im westlichen Landesteil sei das Wetter glimpflicher verlaufen.

Newsticker