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Mecklenburg-Vorpommern Linke kritisiert Kulturförderung per Crowdfunding

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Schwerin (dpa/mv) - Kein einziges Kulturprojekt ist seit 2014 in Mecklenburg-Vorpommern durch Crowdfunding mit Landesbezug finanziert worden. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (7/4089) hervor. "SPD und CDU haben eine Förderungs-Fata-Morgana installiert - von der sie seit vier Jahren genau wussten, dass sie eine Illusion ist", kritisierte die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger, am Freitag. Die Landeshaushaltsordnung lasse es nämlich gar nicht zu, Projekte zu unterstützen, deren Gesamtfinanzierung nicht gesichert ist.

Auf der Landeskulturkonferenz des Jahres 2015 brachte der damalige SPD-Kulturminister Matthias Brodkorb nach Angaben der Linken erstmals die Unterstützung von kulturellen Crowdfunding-Projekten in Mecklenburg-Vorpommern ins Gespräch. Die Anschubfinanzierung sollte über das Spendensammeln geschehen, das Land würde dann bei Bedarf nachfinanzieren. Die Regierungsparteien SPD und CDU folgten dieser Idee und schrieben die Unterstützung von Crowdfunding ein Jahr später in ihren Koalitionsvertrag.

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