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Mecklenburg-Vorpommern MV-Gipfel berät über weitere Schritte in Corona-Krise

Ein Schild mit der Aufschrift

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Wie geht es weiter mit dem Alltagsleben in Mecklenburg-Vorpommern in der Corona-Krise? Tourismus und Gastgewerbe rufen nach klaren Öffnungsperspektiven. Allerdings steigen die Infektionszahlen stark - sogar in Rostock.

Schwerin (dpa/mv) - Vor dem MV-Gipfel am Freitag (13.00 Uhr) zu den nächsten Schritten in der Corona-Krise im Land fordern Gastgewerbe und der Tourismus konkrete Perspektiven. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) verlangte zudem Klarheit über Wirtschaftshilfen und Öffnungsperspektiven. "Die Wirtschaftshilfen wurden in dieser Woche angekündigt, jetzt wollen wir Klarheit erhalten, wie diese genau aussehen", sagte Dehoga-Präsident Lars Schwarz der Deutschen Presse-Agentur.

Die Option der sogenannten Modellregionen müsse im Bundesland stärker ausgeschöpft werden, verlangte Schwarz. Ähnlich äußerte sich Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes. Neben einer Öffnung von Gastronomie und Hotellerie müsse in Modellregionen auch Kultur und Sport möglich sein, betonte Woitendorf. "Wir müssen einen Weg zurück ins Geschäft finden." Wer etwa nebenberuflich Ferienwohnungen vermiete, müsse künftig stärker von Wirtschaftshilfen profitieren können. Diese würden noch oftmals durch das Raster fallen.

Die Landesregierung berät beim MV-Gipfel mit Vertretern von Kommunen, Sozialverbänden, Wirtschaft und Gewerkschaften über die nächsten Schritte in der Corona-Krise. Dabei dürfte es auch um mögliche modellhafte Öffnungen nach Ostern in Gebieten mit niedriger Inzidenz gehen. In Rostock hat es eine solche Modell-Öffnung bereits mit dem Fußballspiel von Hansa Rostock vor rund 700 Zuschauern am vergangenen Samstag gegeben. Am Freitag (19.30 Uhr) darf das Volkstheater seine erste Premiere seit Monaten vor einem getesteten Publikum feiern. Gegeben wird das Schauspiel "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horvath.

Allerdings steigen die Infektionszahlen auch in Rostock deutlich: Die Sieben-Tage-Inzidenz hat sich binnen einer Woche verdoppelt. Am Donnerstag meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) für die Hansestadt einen Wert von 45,9. Am Donnerstag vergangener Woche lag er bei 22,9.

© dpa-infocom, dpa:210325-99-972229/3

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