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Mecklenburg-Vorpommern MV startet als erstes Bundesland ins neue Schuljahr

Schülerinnen und Schüler einer vierten Klasse gehen auf dem Schulhof ins Schulgebäude. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

(Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)

Lange ist der Schulstart in MV vorbereitet worden - und doch könnte es gleich zu Beginn Änderungen geben. Bisher gilt keine Maskenpflicht im Schulalltag. Nun will Bildungsministerin Martin das aber dem Kabinett vorschlagen.

Schwerin (dpa/mv) - Als erstes Bundesland ist Mecklenburg-Vorpommern am Montag ins neue Schuljahr gestartet. Erstmals seit der coronabedingten Schulschließung Mitte März sollen alle 152 700 Schülerinnen und Schüler wieder täglich zur Schule gehen. Um das Infektionsrisiko zu verringern, wurden die Schüler in feste Gruppen mit mehreren Jahrgängen eingeteilt, die sich in der Schule nicht begegnen sollen. Innerhalb der Gruppen sind die Abstandsregeln aufgehoben.

Eine generelle Maskenpflicht an Mecklenburg-Vorpommerns Schulen besteht zunächst nicht. Das könnte sich jedoch bald ändern. Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) kündigte im RBB-Inforadio an, dem Kabinett am Dienstag einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten zu wollen. Mecklenburg-Vorpommern habe immer noch die geringsten Infektionszahlen und so solle es auch bleiben, sagte sie. "Ich halte es für gut, wenn wir da auf Nummer sicher gehen." Mehrere Bundesländer wollen die Maskenpflicht in der Schule einführen.

Gut klappte der Start beispielsweise am Gymnasium Reutershagen in Rostock, wo mehr als 600 Schüler unterrichtet werden. "In den Fluren des Hauses herrscht Maskenpflicht", sagte Schulleiter Jan Bonin. Er geht damit über die bisher geltenden Vorschriften hinaus.

Kein Pardon gab es für Schüler, die sich nicht an diese Pflicht hielten. Sie wurden aufgefordert, sofort den Schutz anzulegen. Allerdings wurden vor Schulbeginn in Reutershagen Masken für die Schüler verteilt, die ihre vergessen hatten.

Schüler, die zum ersten Mal ins Gymnasium kamen oder solche, die ein wenig Unsicherheiten zeigten, wurden vor der Schule von Lehrern empfangen und erhielten Hilfe. Bonin zeigte sich davon überzeugt, einen regulären Unterricht anbieten zu können.

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