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Mecklenburg-Vorpommern Mann nach Lärmbeschwerde getötet: Urteil erwartet

Ein Richterhammer liegt auf einem Tisch. Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild

(Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild)

Neubrandenburg (dpa/mv) - Am Landgericht Neubrandenburg soll heute der Prozess wegen gemeinschaftlichen Mordes gegen einen Vater und seinen Sohn aus Malchin (Mecklenburgische Seenplatte) zu Ende gehen. Nach zehn Monaten Verhandlung will die Kammer die Urteile für die Angeklagten sprechen. Der Prozess fand bisher unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, die Urteile sollen öffentlich verkündet werden. (Az. 23 KLs 32/19 jug)

Der grausame Vorfall soll sich im Juni 2019 im Hinterhof des Wohnhauses der Angeklagten ereignet haben. Der 61-jährige Nachbar hatte sich nach Angaben der Ermittler über Lärm auf einer Party beschwert. Der damals 39 Jahre alte Vater und sein 17-jähriger Sohn sollen den Mann laut Anklage schwer misshandelt und dann mit einer Wasserflasche ertränkt haben. Laut Staatsanwaltschaft soll der Sohn auf Anordnung des Vaters dem Opfer die Wasserflasche in den Mund gepresst und dessen Nase zugehalten haben. Die Leiche war erst nach einem Polizeieinsatz wegen mehrerer demolierter Autos vor dem Haus gefunden worden.

Dabei waren die Beamten von dem randalierenden Vater mit Schaufel, Messer und einem Fleischerbeil bedroht worden. Erst nach mehreren Warnschüssen ließen sich der Malchiner und sein Sohn damals festnehmen. Sie sollen nach Angaben ihrer Anwälte unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden haben. Beiden drohen bei einer Verurteilung wegen Mordes lange Haftstrafen.

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